Bands in Town: Escalation

Ich möchte an dieser Stelle eine kleine Serie starten (hab ich zumindest echt vor) und ein paar heimische Bands vorstellen.

Den Anfang macht eine Band deren neueste CD – Veröffentlichung sich seit Weihnachten bei mir dreht und von deren Livequalitäten ich mich auf der entsprechenden Release Party überzeugen konnte: Escalation aus Arnsberg.

Escalation

Die Band besteht seit 2008 und kann zu Recht stolz darauf sein seither einiges auf die Beine gestellt zu haben. Nach zahlreichen Auftritten folgte schon 2010 der erste Output in Form der EP „Skull Fetishist“. Die Scheibe wurde beim Orden Ogan Frontmann Sebastian „Seeb“ Levermann aufgenommen und erregte auch beim Rock Hard Magazin Aufmerksamkeit. „ESCALATION stecken auf Demoniveau schon einige alte Helden und Retro-Knüppler in die Tasche. Pflicht Ancheck!“ (Rock Hard #284), so das Fazit.

Das zeigt schon das Escalation alles haben was eine junge aufstrebende Band braucht. Gute Kontakte, ein Quäntchen Glück und einen klar professionellen Anspruch. Auf der zweiten EP „Incoming Devastation“ wird dieser Anspruch nochmal unterstrichen. Nicht zuletzt durch das schicke Coverartwork sowie die Produktion beim Megablaster Musikverlag und Tonstudio.

In den Hirnwindungen eines, ständig neue Wortphrasen erfinden müssenden, Metal-Redakteures klingen Escalation nach „schädelspaltenden Schnell-Metal-Riffs und nicht minder die Rübe abmontierenden Midtempo-Schrubbereien“ (Rock Hard #284). Ich würde das etwas allgemeiner und verständlicher als Oldschool Trash Metal bezeichnen und fühlte mich beim ersten Hören leicht an die alten Destruction erinnert. Bin halt ein Kind der 80er, sorry.

Live haben Escalation bereits Auftritte mit Cripper, Orden Ogan, Majesty, Witchburner, Accu§er, Unleashed, Stillbirth u.v.m., eine offizielle Wacken-Warm-Up-Party im 99-Starclub (Lübeck) absolviert. Gitarrist Tobias ist sogar auf dem W:O:A 2010 aufgetreten.
Wer sich persönlich ein Bild machen möchte kann das schon diesen Freitag (27.4. 2013) beim
Metal Mayhem im Warsteiner “Live” tun.

Stuff:

Skull Fetishist EP (2010)
Incoming Devastation EP (2012)

Weitere Termine:

27.4.2013 Warstein “Live”
4.5.2013 im Kultur- und Eventzentrum Bahnhof Werl, Release Show von Incivism
13.7.2013 Hard and Heavy Night VI im Kulturzentrum am Kleinbahnhof, Osterholz-Scharmbeck
19-21.7.2013 “Isenburg Open Air” in Hamm.

Wir hören uns!

Die Physik im Moshpit

All Hell Breaks Loose

Das sogenannte ‘kollektive Verhalten’ interessiert die Physiker schon lange. Wie verhalten sich Individuen in einer Gruppe? Diese Frage wird z. B. an Fischschwärmen untersucht, ist aber vor allem für Fußballspiele und andere Großveranstaltungen interessant. Jetzt haben amerikanische Studenten eine Arbeit zu Gruppenverhalten im Moshpit veröffentlicht und ein Modell zur Simulation entwickelt. Und siehe da: reine Physik. Metalheads können ihrem biologischem Programm genauso wenig entfliehen wie die Fische im Schwarm.

Zumindest die Youtube Links in dem Dokument sind sehenswert. Wer sich durch die Berechnungen wühlen möchte, bitte schön: Collective Motion of Moshers at Heavy Metal Concerts

Hier geht es zum Modell, damit ihr wisst, wo ihr im nächsten Pit hin müsst: Moshpits

Iron Maiden touren im Juni

MaidenWebseiteDer Konzertsommer 2013 wirft seine Schatten voraus und neben den großen Open Air Festivals dürfte das ein Highlight sein: Iron Maiden werden ihre Edforce One in Richtung Deutschland lenken und unter dem Banner ‚Maiden England‘ unsere Konzerthallen stürmen. Dabei trägt die Tour nicht nur zufällig den gleichen Namen wie das 1988er Live Video. Maiden werden wie schon auf der Nordamerikatour des vergangenen Jahres den gleichen Bühnenaufbau verwenden und auch die gleiche Setlist spielen wie bei der damals aufgezeichneten Seventh Son of the Seventh Son Tour.

Maiden Back in Time

Nach der ‚Somewhere Back in Time‘ Tour von 2008 ist ‚Maiden England‘ eine weitere Hommage an die achtziger Jahre. Da scheint die Band mit meiner persönlichen Meinung einherzugehen, dass Maiden zu dieser Zeit auf dem Höhepunkt ihrer musikalischen Schaffenskraft standen. Man muss aber zugestehen das nach dem Wiedereinstieg von Bruce Dickinson mit Brave New World im Jahre 2000 ein grandioses Comeback gelungen ist. Und Iron Maiden live zu erleben ist nach wie vor ein Genuss.

Großer Run auf die Tickets

Im Rahmen der Tour gibt es allerdings nur einen einzigen Termin in NRW. Am Samstag den 6. Juli bitten die ‚Eisernen Jungfrauen‘ in der Arena Oberhausen zum Tanz. Entsprechend groß ist die Nachfrage.

Ein besonderes Event dürfte das Konzert in Aach bei Singen darstellen. Für diese Open Air Show in der Nähe des Bodensees sind gleich drei Guests angekündigt. Die Gerüchteküche kocht und da dürfte es noch einige Überraschungen geben, wer sich da einfindet. Open Air in einer der schönsten Gegenden Deutschlands inklusive Campingmöglichkeit. Damit sind alle Voraussetzungen für ein unvergessliches Metalwochenende gegeben.

Wer eins der begehrten Iron Maiden Tour Tickets erwerben möchte, sollte allerdings nicht mehr allzu lange warten. Die Nachfrage ist groß und so wurde in Frankfurt bereits wegen der schnell ausverkauften Halle ein Zusatztermin eingeschoben.

Die Tourdaten und einen Vergleich der Ticketpreise verschiedener Anbieter gibt es hier: Ticcats/Iron-Maiden

Tribut to Kill em All

IMG_1361Ein ‘Tribute to’ Album ist mittlerweile auch nicht mehr wirklich was Neues. Bei diesem Album, das der aktuellen Ausgabe des Metal Hammer beiliegt, ist es allerdings was anderes. Genau dieses Album hat damals den Metalhead in mir geweckt. Dreißig Jahre ist es her, dass ich in die nächste Stadt trampen musste, dem Plattenhöker klarmachen musste was ich von ihm will, um mir das Ding dann vorbestellen zu dürfen.

IMG_1362Nun dreht sich das Metallica Debüt in der Interpretation der heutigen Metalgrößen nach dreißig Jahren erneut. Nur nicht mehr wie damals auf meinem Plattenteller sondern in meinem CD-Player. Die Begeisterung hat aber um keinen Deut nachgelassen. Ich komme mir beim Hören der Scheibe so unglaublich alt vor, freue mich aber zugleich, dass das alte Metalfeeling immer noch da ist. Dreißig Jahre und kein bisschen leise.

Metal up your Ass!